Spülverfahren

Das Spülverfahren wird immer einem der zuvor geschilderten Verfahren nachgelagert und dient in erster Linie zur Verkürzung der Kühlzeit. Hierbei wird stetig frisches Fluid durch den Hohlraum im Bauteil gespült, um den Wärmeabfluss zu erhöhen. Obwohl das Verfahren heutzutage auch mit [gekühltem] Gas angewendet wird, ist es nur mit Wasser wirklich wirtschaftlich und sinnvoll.

Durch die großen benötigten Gasmengen werden die Kostenvorteile der verkürzten Zykluszeit weitestgehend aufgehoben. Bei der Wasserinjektion wird das Spülverfahren nur bei Werkstoffen eingesetzt, die eine sehr geringe Entformtemperatur haben [z.B. PP oder PE]. Bei schnell kristallisierenden Werkstoffen oder hoher Faserverstärkung [PA, PPA oder PP mit hohen Fasergehalten] wird nicht gespült.
 

Hier reicht meist die Kühlwirkung durch das normale Prozesswasser bei der Hohlraumbildung aus. Unnötiges Kühlen verlängert in diesem Fall die Zykluszeit, erhöhen den Aufwand zur Bauteiltrocknung und somit die Kosten.

Eignung:
Besonders eignen sich Griffe, Boxen und Deckel mit Verstärkungskanälen, Blenden, Leitungen und ähnliches, gefertigt aus PP, PE oder anderen langsam erstarrenden Werkstoffen.

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