Masserückdrückverfahren

Zunächst füllt man die Kavität vollständig mit Schmelze [analog Kompaktspritzguss] und öffnet dann vor der Fluideinleitung den Überlauf. Das Fluid verdrängt die schmelzeflüssige Seele direkt zurück in den Schneckenvorraum der Spritzgießmaschine. Das zurückgedrückte Material liegt vorne im Schneckenvorraum und bildet direkt beim nächsten Zyklus die Außenhaut des folgenden Bauteils. Einem semistabilen Gemisch von mehrfach wiederverwendetem Material, wie beim Recyceln von Restmaterialien aus dem Überlaufverfahren, wird somit vorgebeugt. Durch die von PMEfluidtec entwickelten speziellen Heißkanal-Systeme wird der thermische und mechanische Materialabbau unterbunden. Mehrkavitätenanwendungen teilen sich den
 

Schneckenvorraum. Verwendet man Gas als Fluid, ist dies wegen der fehlenden Volumenkontrolle des Gases und der komplexen Prozessausbalancierung extrem schwierig. Bei der PME Wasserinjektionstechnik mit der integrierten  druckabhängigen Volumenstromregelung wird die jeweilige Kavität während des Ausblasens der Schmelze geregelt.

Hohe Reproduzierbarkeit, höchste Prozessfähigkeit, geringster Materialeinsatz sowie Energiekosten machen das Masserückdrückverfahren zum Favoriten.

Eignung:
Typische Anwendungsbeispiele sind Dachrelings, Rohre, größere Griffe, aber auch sehr komplexe Bauteile wie der Lasher Schubkarrenrahmen.

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